art meets science ist ein Veranstaltungsprojekt zu Ehren des Physikers, Künstlers und Höhlenforschers Herbert W. Franke











Computergrafiken: Herbert W. Franke und Horst Helbig

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Das Schlaglicht

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Interview mit einem Grenzgänger



6. Mai 2020: Vor kurzem hat Peter Tepe in „W/K – zwischen Wissenschaft und Kunst“ ein interessantes Interview mit Herbert W. Franke veröffentlicht. „W/K – zwischen Wissenschaft und Kunst“ ist ein Online-Portal mit akademischem Anspruch - das, was heute neudeutsch als „peer-reviewed“ bezeichnet wird. Der Inhalt aller Beiträge wird von wissenschaftlichen Gutachtern vor der Veröffentlichung geprüft. Herausgegeben wird W/K von Peter Tepe, Professor für Literaturwissenschaft und Philosophie an der Universität Düsseldorf, das Portal ist von ihm auch aufgebaut worden. W/K hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, „die bei Künstlern bestehenden individuellen Wissenschaft-Kunst-Verbindungen in Einzelstudien möglichst präzise und umfassend herauszuarbeiten sowie die ihnen zugrundeliegenden künstlerischen Konzepte zu erschließen, um so ein vertieftes Verständnis dieser Kunstformen zu ermöglichen.“

Herbert W. Franke ist das Paradebeispiel eines derartigen Grenzgängers zwischen Wissenschaft und Kunst. Denn der Wissenschaftler, bildende Künstler, Literat und Philosoph, der in diesem Monat 93 Jahre wird, hat die Front zwischen Wissenschaft und Kunst nicht nur einmal überschritten, sondern wandelt sein ganzes berufliches Leben an der Demarkationslinie umher. Für den promovierten Physiker sind Grenzgebiete faszinierend. Er sieht sie nicht nur als Trennlinien, sondern vor allem als Zonen besonderer Dynamiken, da hier Unterschiedliches verschmelzen und Neues hervorgebracht werden kann: in der Chemie, aber auch in der Gedankenwelt: „Grenzen, die den Austausch möglich machen oder sogar fördern, führen zu neuen Entwicklungen, zu neuen Werten. Ist das der Fall, dann ergeben sich Situationen, die beiden Seiten zugutekommen.“

Der erste Teil des Interviews von Tepe mit Franke - mit zahlreichen Bildbeispielen des breiten künstlerischen Schaffens - ist seit wenigen Tagen online. Neben einigen biografischen Aspekten stehen vor allem die Arbeiten der Bildenden Kunst im Mittelpunkt, die bei Franke immer an den Einsatz von maschinellen Werkzeugen gekoppelt sind: dem Fotoapparat in den fünfziger Jahren, dem Analogrechner anfangs der sechziger, und wenige Jahre später kurz nach dem Aufkommen der ersten Großrechner in Forschungslaboren - dem digitalen Computer. Im zweiten Teil, der in den nächsten Wochen erscheinen wird, blickt Tepe mit Franke dann auf die literarischen Arbeiten und wirft auch einen Blick auf die Thematik, welche gesellschaftliche Aufgabe die Literatur der Zukunft spielen kann. Mit solchen Maschinen hat Franke abstrakte Kunstwerke geschaffen, die dem Konstruktivismus zugeordnet werden können, sie dienten Franke aber auch für Visualisierungen von mathematischen Formeln, die Franke als Experimente sieht, die ästhetische Dimension mathematischer Beziehungen zu ergründen. Hier das Beispiel der Visualisierung einer trigonometrischen Funktion. Das kalligraphisch anmutendeVideo hat Franke 2007 mit Hilfe des Programms Mathematica umgesetzt.



"Experimentelle Ästhetik" - Museum für Angewandte Kunst, Wien

Zum fünfzigjährigen Jubiläum einer Ausstellung

1959 eröffnete das "Museum für angewandte Kunst" in Wien die Ausstellung "Experimentelle Ästhetik" mit Bildern des Physikers und Künstlers Prof. Dr. Herbert W. Franke. Zum ersten Mal auf dem alten Kontinent präsentierte ein anerkanntes Kunstmuseum eine umfängliche Ausstellung mit maschinell erzeugter Bildkunst – ein Meilenstein in der noch jungen Geschichte der elektronischen Künste.

Anlässlich dieses Jubliäums können Sie hier die Bilder dieser Ausstellung virtuell noch einmal erleben und Wissenswertes dazu erfahren. Heute gilt Franke weltweit als Pionier der elektronischen Kunst, der er über fünfzig Jahre hinweg nicht nur als Künstler, sondern auch als Theoretiker und Publizist wichtige Impulse verliehen hat.

Virtuelle Ausstellung besuchen.

Veranstaltungsreihe

Wissenschafts-Talks mit Herbert W. Franke

Die Reihe "art meets science" fand im Frühsommer 2007 zum achtzigsten Geburtstag des Computerkünstlers und Literaten Prof. Dr. Herbert W. Franke an verschiedenen Orten in Deutschland und Österreich statt. In einem moderierten Wissenschafts-Talk diskutierte er mit Wissenschaftlern unterschiedlicher Herkunft über Themen wie die Zukunft des Menschen, über die Entstehung von Kunst, über Fragen des Menschseins und der Künstlichen Intelligenz sowie Realität, Wahrnehmung und Cyberspace. Alle Veranstaltungen sind über einen Webcast abrufbar.

Alle Veranstaltungen

24. Mai 2007 | Wien

Künstlerhaus Wien

Wissenschafts-Talk:

Leonardo 3000: Die alternative Schöpfung

Vernissage zur Computerkunst-Ausstellung:

"Kunst im Binärcode" - Computerkunst-Ausstellung mit Bildern von Herbert W. Franke

Weitere Informationen und Webcast zur Veranstaltung

6. Juni 2007 | Berlin

Archenhold Sternwarte

Wissenschafts-Talk:

"Homo sapiens: Unfall, Zufall oder Ziel der Natur?"

Multimedia-Performance im Planetarium:

Weltraum-Texte im Planetarium der Sternwarte, präsentiert unter dem Licht der Sterne, mit einführenden Worten von Herbert W. Franke

Weitere Informationen und Webcast zur Veranstaltung

14. Juni 2007 | Dresden

T-Systems Multimedia Solutions

Wissenschafts-Talk:

"Mensch spielt Gott - selbstlernende Automaten auf dem Vormarsch"

Vernissage zur Computerkunst-Ausstellung:

"Kunst im mathematischen Code" - mit Bildern von Herbert W. Franke

Weitere Informationen und Webcast zur Veranstaltung

20. Juni 2007 | Bremen

Kunsthalle Bremen

Wissenschafts-Talk:

"Von Menschen und Maschinen: Das Ich, die Emotion und die Kunst"

Vernissage zur Computerkunst-Ausstellung:

Ex machina - Frühe Computergrafik bis 1979: Die Sammlungen Franke und andere Stiftungen in der Kunsthalle Bremen. Herbert W. Franke zum 80. Geburtstag

Weitere Informationen und Webcast zur Veranstaltung

5. Juli 2007 | Karlsruhe

ZKM

Wissenschafts-Talk:

"Die universale Achterbahn: Im Netz der Illusion"

Aufführung "Hommage à E. M.":

Multimedia-Ballett für eine Tänzerin und einen interaktiv eingreifenden Bildgestalter

Weitere Informationen und Webcast zur Veranstaltung

12. Juli 2007 | München

Akademie der Bildenden Künste München

Wissenschafts-Talk:

"Und Gott würfelt doch! Zufall und Notwendigkeit im Universum"

Multimediale Computerkunst-Performance:

Unter Mitwirkung von Herbert W. Franke

Weitere Informationen und Webcast zur Veranstaltung

Mit-Veranstalter

Medienpartner

Sponsor

Gesellschaft für Computergrafik und Computerkunst e.V. Phantastische Bibliothek Wetzlar Deutsche Gesellschaft für Photographie Deutscher Taschenbuch Verlag mce GmbH Spektrum der Wissenschaft Josef Keller GmbH & Co. Verlags-KG
Herbert W. Franke
Kunst-Karten-Kaufen

Bad Tölz
Marionettentheater

Der Kristallplanet

Das Marionetten-Stück "Der Kristallplanet" von Herbert W. Franke: ein Theaterstück aus der Zukunft für vier Marionetten und multimediale Bühnentricks. Weitere Infos zum Kristallplanet. Das "Making Of" finden Sie auf Hyperrraum.TV

Der Kristallplanet

Die Zukunftsmaschine

Frankes beste Kurzgeschichten

Die Phantastische Bibliothek Wetzlar veröffentlicht mit dem Titel "Die Zukunftsmschine" einen Sammelband mit den besten utopischen Kurzgeschichten von Herbert W. Franke. Sein erster Band mit superkurzen Short Stories, der bereits 1960 unter dem Titel "Der grüne Komet" bei Goldmann erschien, gilt als Klassiker der deutschen SF-Literatur. Der bibliophile Jubiläumsband kann bei der mce GmbH bestellt werden.

Die Zukunftsmaschine von Herbert W. Franke

Der Band enthält 49 Kurzgeschichten aus 49 Jahren, umfasst 285 Seiten und kostet 18,00 EUR.

"Hommage à E.M."
im ZKM Karlsruhe

Anlässlich der "art meets science" im ZKM wurde die vor rund zwanzig Jahren konzipierte Ballett-Performance für eine Tänzerin und einen interaktiven Computerkünstler wieder aufgeführt. Die in Echtzeit digital bearbeiteten Bilder, die die Tänzerin Gabriela Lang mit den Bewegungen ihres Körpers zusammen mit dem Computerkünstler Herbert W. Franke auf die Leinwand zauberte, faszinierten die Besucher auch 2007.

Alle Veranstaltungen