art meets science ist ein Veranstaltungsprojekt zum 80. Geburtstag des Physikers und Künstlers Herbert W. Franke

Virtuelle Ausstellung: Analoggrafiken Virtuelle Ausstellung: Lichtformen Virtuelle Ausstellung: Raumstudien Virtuelle Ausstellung: Ultralicht Virtuelle Ausstellung: Aerogramme

Virtuelle Ausstellung

Lichtformen

Serie "Lichtformen"

Bei den Experimenten mit Grafiken, die aus einander überlagerten Kurven aufgebaut sind, hat sich H. W. Franke nicht zuletzt von seinen theoretischen Überlegungen leiten lassen. Schon in seinem 1957 erschienenem Buch "Kunst und Konstruktion" stellte er sein Prinzip zur Diskussion. Es beruht auf der Erkenntnis, dass Kunstwerke in ausgewogenem Verhältnis zwischen Ordnung und Unordnung angesiedelt sind, was sich später in der Informationspsychologie bestätigt hat und auch erklären ließ. Eine Folge davon bezieht sich auf den Aufbau von visuellen wie auch auditiven ästhetisch optimalen Strukturen: Setzt man dafür komplexe Elemente ein, dann muss ihre Zahl klein bleiben, um ein übersichtliches Gebilde zustande zu bringen. Und umgekehrt: Sollen sich viele Elemente zu einem komplex aufgebauten Gebilde vereinigen, dann braucht man einfache Elemente, weil die Struktur andernfalls als chaotisch empfunden wird. H. W. Franke fand in einfachen Kurven geeignete geometrische Elemente, und zwar speziell dann, wenn diese die mathematisch definierte Eigenschaft der Stetigkeit aufweisen, also keine Unterbrechungen, Knicke oder unregelmäßige Krümmungsänderungen aufweisen. Nun sind solche Kurvenformen mathematisch leicht zu beschreiben (was bei den elektronischen Grafiken genutzt wird), und auch viele in der Physik auftretend Erscheinungen sind durch stetige Verläufe gekennzeichnet. Deshalb wurden für die Werkgruppe "Kurvenscharen" Anordnungen benutzt oder auch gebaut, die sich bei der Visualisierung durch das Auftreten stetiger Kurven auszeichnen.

Die "Lichtformen", Produkte einer Zusammenarbeit mit Andreas Hübner, Erlangen, sind frühe Beispiele der "Generativen Photographie". Im Gegensatz zur abbildenden Photographie handelt es sich hier um die Verwirklichung von abstrakten Bildideen - wenn man so will, um visuelle Erfindungen, die Formen und Strukturen zeigen, die nicht schon vorhanden waren, sondern durch besondere technische Mittel erst entstehen oder sichtbar gemacht werden. Anders als bei der Lichtgraphik der zwanziger Jahre geht es dabei um Bilder, die auf systematischem Weg, unter definierten Bedingungen entstanden sind. Manche von ihnen stützen sich auf das Instrumentarium der wissenschaftlichen Photographie, in anderen Fällen, wie bei vorliegenden Bildserien, wurden mechano-optische Eigenkonstruktionen eingesetzt. Zu den physikalischen Erscheinungen, die den Lichtformen zugrunde liegen, gehören Prozesse der Mechanik wie Schwingungen und Vibrationen sowie Verformungen unter dem Einfluss der Elastizität, und schließlich auch Moiréeffekte an gekrümmten Flächen.

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Bad Tölz
Marionettentheater

Der Kristallplanet

Das Marionetten-Stück "Der Kristallplanet" von Herbert W. Franke: ein Theaterstück aus der Zukunft für vier Marionetten und multimediale Bühnentricks. Weitere Infos zum Kristallplanet. Das "Making Of" finden Sie auf Hyperrraum.TV

Der Kristallplanet