art meets science ist ein Veranstaltungsprojekt zum 80. Geburtstag des Physikers und Künstlers Herbert W. Franke

Virtuelle Ausstellung: Analoggrafiken Virtuelle Ausstellung: Lichtformen Virtuelle Ausstellung: Raumstudien Virtuelle Ausstellung: Ultralicht Virtuelle Ausstellung: Aerogramme

Virtuelle Ausstellung

Analoggrafiken | Oszillogramme

Serie "Oszillogramme" 1955/56

Diese Serie entstand mit Hilfe eines vom Wiener Physiker Franz Raimann in Abstimmung mit Herbert W. Franke gebauten Analogrechensystems, mit dem sich die grundlegenden Rechenoperationen wie Addition und Subtraktion, Multiplikation und Division sowie Differentiation und Integration ausführen ließen. Damit wurden die grafischen Elemente entwickelt, meist Kurven, in zweikanaliger Überlagerung kombiniert - entsprechend der Ordinate und Abszisse von flächenhaften Darstellungen. Als Ausgabegerät diente ein von einem Elektronikbastler ausgeliehener Kathodenstrahloszillograf - daher der Name der Serie "Oszillogramme". Auf dessen Bildschirm erschienen die errechneten Konfigurationen weiß auf schwarzem Hintergrund gezeichnet, wobei sich die formbestimmenden Parameter interaktiv und unter Sichtkontrolle verändern ließen. Zur Dokumentation der Bilder diente schließlich ein Fotoapparat. Da der Bildschirm des Oszillografen nur fünf Zentimeter im Durchmesser aufwies, war die von der Kamera erfasste Fläche unangenehm klein. Neben den Aufnahmen der reinen Kurvenform sind in der Ausstellung auch Bilder zu sehen, die mit Hilfe eines Tricks zustande kamen: Die Kamera wurde während der Aufnahme Raum mit geöffneter Blende vor dem Bildschirm vorbeibewegt, wodurch es zu einer typischen Ausfächerung der Grundfigur kam; deshalb wurden diese Bilder gelegentlich auch als "Pendel-Oszillogramme" bezeichnet.

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Virtuelle Ausstellung

Analoggrafiken | Elektronische Grafiken

Serie "Elektronische Grafiken" 1961/62

Die Möglichkeit, der ersten Serie von Analoggrafiken eine zweite folgen zu lassen, ergab sich aus einem Filmprojekt mit dem Titel "Tanz der Elektronen", das der Filmproduzent Rolf Engler, Kreuzpullach bei München, gemeinsam mit H. W. Franke im Auftrag der ARD-Fernsehanstalt in Stuttgart verwirklichen wollte. Der Film kam zwar zustande, wurde aber nie öffentlich aufgeführt, da Engler dem Wunsch des Auftraggebers nach einer anderen Begleitmusik - anstatt der von Rolf Englers Bruder beigesteuerten elektronischen Klangfolgen - nicht nachkam.

Auf der Basis der von Franke in den Jahren 1955/56 erprobten Methoden entstand ein gegenstandsloses filmisches Verwandlungsspiel in Schwarz-Weiß von etwa zwölf Minuten Dauer. Wie bei der ersten Serie elektronischer Grafiken diente der von Dr. Franz Raimann beigesteuerte Analogrechner zum Berechnen der Bilder, doch anstatt des früher verwendeten, von einem Elektronik-Bastler ausgeliehenen Oszillographen kam zur Ausgabe ein anspruchsvolles Laborgerät mit einem Bildschirm von rund zehn Zentimetern zum Einsatz. Im Gegensatz zu filmischen Vorläufern, zum Beispiel von Oskar Fischinger, konnten nun bewegte Bilder in Echtzeit gesteuert und aufgenommen werden. Franke benützte die im Atelier aufgebaute Anlage aber auch, um neben den bewegten Szenen eine zweite Serie von fotografischen Bildschirmaufnahmen zu fertigen, die sich speziell durch höhere Auflösung von der früher entstandenen Bildreihe unterschieden. Einige davon wurden fotooptisch weiterverarbeitet, beispielsweise mit der Methode des "Pseudoreliefs", die nicht nur eine alternative Darstellungsweise mit sich bringt, sondern auch einen Ausgleich von Helligkeitsschwankungen. Zur Unterscheidung gegenüber den Bildern aus den 50er Jahren wurde für diese Serie der Name "Elektronische Grafiken" verwendet.

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Programm "Mondrian"

Interaktive Kunst der "Siebziger"

Die "Gesellschaft für Computergrafik und Computerkunst e.V." hat anlässlich des 80. Geburtstags das Programm "Mondrian" als Download für Windows-Rechner emuliert. Es entstand 1979 für den Spielecomputer TI 99/4 und gilt als eines der ersten kommerziell vertriebenen interaktiven Computerkunst-Programme für PCs. mehr...